Alle Jahre wieder: Wie man Weihnachten überlebt

Alles Jahre wieder, so heisst es im Lied, kommt das Christuskind auf die Erde nieder, dort wo wir Menschen sind. Ja, wir Menschen mit all unseren “Menscheleien”. Für viele von uns ist Weihnachten ein Fest der Freude, wir beschenken uns, freuen uns über die leuchtenden Kinderaugen, über den Lebkuchen, den es nur einmal im Jahr gibt und manch’ einer freut sich am meisten über die Weihnachtsmärkte, bei denen man so schön Glühwein trinken kann. Für viele von uns ist es aber auch eine Zeit der Trauer: wir haben einen geliebten Menschen verloren, der nicht mehr mit uns feiern kann; wir haben schon wieder nicht den Lebenspartner gefunden,von dem wir uns im letzten Jahr so sehr gewünscht haben, dass wir ihn bald fänden; oder wir müssen uns ‘notgedrungen’ mit Verwandten treffen, die uns Leid zugefügt haben, das wir eigentlich schon lange vergessen wollten. Der Materialismus, der für manche für alles Leid der Welt verantwortlich gemacht wird, macht sich zu Weihnachten erst recht bemerkbar: überall sollen wir was kaufen, etwas schenken, oder Geschenke, die man gar nicht mag, in Empfang nehmen und sich dann auch noch bedanken.

Für viele von uns heisst das, dass sich oft eine depressive Stimmung über die Festlichkeiten legt. Wir sollten uns freuen, können das aber gar nicht, ja manche von uns wissen oft gar nicht, wie man an diese Freude rankommen soll. Man fühlt sich eher leer und ausgelaugt und hofft insgeheim, dass alles bald wieder vorbei ist.

Eine Grundregel, wie man Weihnachten dennoch gut erleben kann, gibt es natürlich nicht für alle. Aus psychotherapeutischer Sicht gilt für Weihnachten im verschärften Sinn, was sonst im Alltag auch sein sollte:

  • verbringen wir nicht zuviel Zeit mit Menschen, die uns nicht gut tun, die uns nicht wohlwollend gesinnt sind.
  • Zeit für die Familie haben, aber auch für sich selber  ganz alleine, und auch die Freunde, die man hat, nicht vergessen!
  • Zeit in der Natur verbringen und die Stille geniessen. Jetzt ist die ideale Zeit, um Achtsamkeit, von der man ja so viel hört, zu üben: ‘Stille’ darf in unserer hektischen Zeit ja sonst nicht sein.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen/Euch allen ein fröhliches, achtsames Fest! Pass auf Euch selber und andere gut auf!

Hier noch ein link

https://www.therapie.de/psyche/info/ratgeber/lebenshilfe-artikel/weihnachtsstress/expertengespraech/

 

 

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